Als im Jahr 1920 die Geburtsstunde der Reichseisenbahn (ab 1924 Deutsche Reichsbahn) schlug, waren auch unzählige
Salonwagen aus Länderbahnbeständen vorhanden, die größtenteils über Nacht kaum mehr Verwendung
fanden, genannt sei hier nur der preußische Hofzug des Kaisers. Nachdem anfangs die Länderbahnbezeichnungen
weitergeführt wurden, trat 1923 ein neuer Nummernplan in Kraft, der abgesehen von einigen kleinen Veränderungen bis
1930 Bestand haben sollte. Um eine möglichst gute Übersicht zu gewähren, wurde beschlossen, vorerst nur zwei
Listen zu veröffentlichen, die - soweit bekannt - alle in den beiden Nummerplänen von 1923 und 1930 erfaßten
Wagen aus ehemaligen Länder- und Privatbahnbeständen enthalten.
Über die wenigen erhaltenen Wagen informiert eine
separate Seite.
Hinweis: Um an dieser Stelle später zu jedem Fahrzeug eine ausführliche Beschreibung
realisieren zu können, suche ich noch Material zu so gut wie allen Wagen (u. a. Bilder, Angaben zu Einsätzen,
technische Beschreibungen, etc.). Ich würde mich daher über jede Information freuen und sei sie noch so klein!
Dieser Plan orientierte sich noch stark an einigen alten Länderbahn-Nummerungssystemen, so daß für gleiche
Bauarten (z. B. AB 4ü) jede der Reichsbahndirektionen den selben Nummernbereich zur Verfügung hatte -
für Salonwagen war dabei die Gruppe 10 001 bis 10 999 vorgesehen. Da jede Direktion hier bei 10 001 zu
zählen anfing, war die Bestimmung eines Wagens nur aufgrund seiner Nummer nicht möglich. Daher war auch
die zusätzliche Nennung der Direktion unerläßlich, wobei der Direktionsname bzw. dessen Abkürzung immer
vor der Nummer zu stehen hatte. Um diesen Umständen Rechnung zu tragen, sind alle aufgeführten Salonwagen nach den
Heimatdirektionen geordnet. Der Großteil der Daten stammt dabei aus verschiedenen Ausgaben der "Kupplung",
einem Rundschreiben für Wagenfreunde. Leider klaffen trotz dieser hervorragenden Quellen noch viele Lücken, die
vermutlich nicht so schnell geschlossen werden können.
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Mit Einführung des Umzeichnungsplans im Jahr 1930 änderte sich das Numerierungssystem der Reisezugwagen deutlich, so
wurde die Direktionsbindung der Nummern aufgehoben und eine fortlaufende Nummerierung für alle Wagen eingeführt,
wobei für die Salonwagen der Bereich 10 201 bis 10 399 vorgesehen war. Die Direktionsbezeichnung spielte nur
mehr für die Erkennung der Beheimatung eine Rolle. Bei der Vergabe der Wagennummern bediente man sich dabei eines
einfachen wie genialen Systems: Wagen aus Länderbahnbeständen wurden am Ende einer Nummerngruppe eingeordnet, wobei
das neueste Fahrzeug die höchste Nummer erhielt und von dort nach Alter sortiert alle weiteren Nummern vergeben wurden,
so daß der älteste Wagen auch die niedrigste Nummer zugeordnet bekam. Die bei Ausmusterungen zuerst
berücksichtigten älteren Fahrzeuge machten so sukzessive für etwaige Neubeschaffungen Platz.
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